Das Schlafapnoe-Syndrom bildet augrund der hohen Praevalenz, Komorbiditaet, hohen oekonomischen Kosten und deutlicher Einschraenkungen der Lebensqualtitaet der Patienten ein Gesundheitsproblem ersten Ranges, welcher einer Umkehrung in konkrete Behandlungsweisen bedarf. Die oekonomischen Nachwirkungen, assoziiert mit geringer Arbeitsleistung und erhoehtem Gebrauch des sanitaeren Systems, steigern das SAHS-Thema auf die primaere medizinische Prioritaetsebene und stellen als klares Problem der oeffentlichen Gesundheit dar. Die Evolution in den Behandlungsmethoden reagiert auf eine steigende Nachfrage, da leider weiterhin die Zahl der SAHS diagnostizierten Faelle, die Therapiemassnahnem beduerfen, steigt.
Jegliche Behandlungsmethode fuer die Rhonchopathie und Schlafapnoe wird gesteuert von einem gemeinsamen Ziel, den Durchmesser der OA zu erhoehen und dafuer den Widerstand zu senken, so dass eine sofortige Verbesserung der Lebensqualitaet des Patienten garantiert wird, der normale Schlafvorgang wiedererlangt wird und die Gesundheitsrisiken, die durch die Apnoeereignisse ausgeloest werden, reduziert werden und so die Lebenserwartung steigt. Die Behandlung des SAHS variiert nach den spezifischen Ereignissen der Patienten und kann aus ueblichen Methoden bestehen, wie die Gewichtsreduzierung, Haltungs- oder chirurgischen Veraenderungen. Die aktuellen Therapien bestehen aus der kontinuierlichen Atemwegsueberdruckmaschine, chirurgische Eingriffe (Uvulopalatopharyngeoplastie) und intraorale Schienen. Fuer Patienten, die keine invasiven Behandlungen bevorzugen, sind die oralen Vorrichtungen die am besten akzeptiertese Methode mit effizienten Resultaten.
Die Behandlungen der Atemstoerungen des Schlafs versuchen das weite Spektrum der Symptome im Zusammenhang mit der Pathologie zu verbessern, die mit einem einfachen Schnarchen beginnen und mit seiner deutlichsten Ausdrucksform, dem SAHS endet. Der Ausschnitt aus 30 Episoden por Stunde, der zur Klassifikation des Schweregrades der Krankheit benutzt wurde, wurde in den letzten Jahren immer wieder ueberarbeitet. Die Praxis zeigt eine sichere Tendenz dahin, dass ein AHI groesser 15 ein kardiovaskulaerer Risikofaktor ist, dies unabhaengig vom restlichen symptomatischen Krankheitsbild. In diesem Sinne raten die Empfehlungen der amerikanischen Akademie fuer Schlafmedizin eine CPAP Behandlung anzuwenden, wenn ein AHI ≥ 15 besteht, unabhaengig des Vorkommens von Symptomen oder mit einem AHI ≥ 5, bei Vorliegen von exzessiver Somnolenz ueber Tage.
Einmal eine konkrete Diagnose gestellt, sollte ein adaequater Behandlungsplan aufgestellt werden, der im Durchschnitt moeglichen, die verbundenen Symptome verbessert, den normalen Schlafvorgang wiederbeschafft und die Entsaettigung des Blutes behandelt. Die ausgesuchte Behandlung ist wohl die vom Patienten favorisierteste, mit in Betrachtnahme des Schweregrades des Krankheitsbildes, die klinischen Eigentuemlichkeiten, die persoenlichen Verhaeltnisse und die Befunde bei der Untersuchung durch das medizinische Team. Die alternativen Therapien der Rhonchopathie und des SAHS sind nicht ausschliesslich fuer sich gestellt und die Behandlungswahl erlaubt eine multidisziplinaere Herangehensweise. Es gibt keine einheitliche effiziente Therapieoption, die Entscheidung sollte immer im Einklang zwischen Arzt und Patient getroffen werden unter Beruecksichtigung der Patientencharakteristika und der Realisierbarkeit der Moeglichkeiten.
Die Behandlungsstrategien haben ein breites Faecherspektrum hinter sich gebracht, von konservativen Optionen, Modifikation der Haltungsverhaltens, Reduzierung des Gewichts, Verbesserung der Schlafgewohnheiten bis hin zu chirurgischen Loesungen, die invasiver fuer den Patienten mit otorhinolaryngischen Anomalien sind und ohne Beziehung zu anderen Behandlungen stehen. Die Faktoren, die mit persoenlichen Umstaenden des Patienten in Verbindung stehen, wie die Lokalisation der Pharynxregion, wo der Kollaps stattfindet, kraneofaziale Charakteristika, die Zahnbeschaffenheit, Uebergewicht, das Alter, der Beruf und die Abhaengigkeit der Positionsepisoden des Schlafs, ausserdem sollten die Faktoren, die mit der Behandlung in Verbindung stehen evaluiert werden, bevor ein definitiver Vorschlag festgesetzt wird und sich fuer eine der Alternativen entschieden wird. Eine erfolgreiche Behandlung ist diejenige, die es erreicht die taeglichen Symptome zu erlassen , die Anzahl der respiratorischen Vorkommnisse pro Stunde zu reduzieren und die Normalisation des Gasaustausches und der Schlafqualitaet erlangt.
Konservative Massnahmen
Die ueblichen Massnahmen werden angewendet fuer Faelle mit leichtem SAHS, die keine Ernsthaftigkeit aufweisen und in denen durch Anwendung bestimmter Schlafgewohnheiten und diaetischer Vorgabe erreicht wird, dass die Symptome des klinischen Krankheitsbildes vermindert werden. Diese Massnahmen foerdern die gesunden Lebensgewohnheiten, um die Situationen, die einen Kollaps ausloesen koennten, auszuschliessen. Zu diesen exogenen Faktoren gehoeren Tabak- Alkohol- und Schlafmittelentzug und regelmaessige koerperliche Bewegung.
Gewichtsreduzierung
Uebergewicht ist in 60 – 90% der Patienten mit diagnostiziertem SAHS zu beobachten, deshalb ist die Reduzierung des Gewichts die erste Massnahme, die dem SAHS-Patienten mit Uebergewicht geraten werden sollte. In vielen Patienten erreicht eine Verminderung von 5 – 10% einen signifikanten Abstieg der Apnoeanzahl und eine Normalisation der Hypoxie. Die Reduktion des Gewichts als einziger Schritt eliminiert nicht das Problem an sich, aber der Schweregrad der Symptome verbessert sich und damit das klinische bild der Patienten und es ist ein generelles Mittel fuer positive Effekte oder als erster Schritt vor dem Beginn der anderen Massnahmen. Das Uebergewicht wird verknuepft mit der Anhaeufung des Fettgewebes im Hals, welches sich in der Reduktion der Eroeffnung der OA wiederspiegelt. Eine Verminderung des Gewichts, die auch diese Speichervolumina verringert kann auch den Pharynxwiderstand entlasten und so seinen Durchmesser erhoehen. Die bariatrische Chirurgie kann ein Hilfsmittel in der Behandlung des SAHS sein in Patienten mit Adipositas.
Schlafhygiene
Die gesunde Routine im Schlaf ist eine Regel, an die man sich orientieren sollte, da sie mit der Zeit auch der Faktor wird, der sich positiv auf den Schlaf auswirkt. Diese Routine zur Schlafenszeit ist diejenige, die die spezialisierte Literatur mit “ Schlafhygiene” bezeichnet. Um die taeglichen Praktiken des Ausruhens zu modifizieren, ist es noetig Empfehlungen ueber die Unterdrueckung bestimmter toxischer Angewohnheiten, wie dem Tabakkonsum, Alkohol oder pharmazeutischen Mitteln, anzumerken. All diese verschlimmern die SAHS-Symptome und die Rhonchopathie. Das Aufgeben des Tabakkonsums sollte generell Prioritaet bei Schnarchern und SAHS-Traegern sein, aufgrund der irritierenden und inflammatorischen Nebeneffekte, die den Widerstand der OA steigern. Der Alkoholkonsum besitzt seinerseits unterdrueckende Effekte auf die Pharynxmuskulatur und kann einen unzureichenden Pharynxtonus provozieren, der dem Kollaps voransteht.
Positionstherapie
In Faellen leichten SAHS haben die wiederholten Unterbrechungen des Atemflusses und des Schnarchens eine untergeordnete Rolle bezueglich der Position, die der Patient waehrend des Schlafens einnimmt. Die Rueckenlage verschlimmert die obstruktiven Geschehnisse, wegen der schwerwiegenden Aktionen in den weichen Teilen des Gaumens, die dazu fuehren, dass das Pharynxlumen reduziert wird. Wie bereits erwaehnt, gibt es also Koerperpositionen, die die Kollapsibilitaet der OA beguenstigen. Rueckenlage fuehrt zu einer Zugkraft auf den weichen Gaumen der OA, was als Vorlaeufer des Kollaps gelten kann. Die Positionsbehandlung arbeitet damit, dass die Patienten waehrend des Schlafs Stellungen einnehmen, die nicht dazu fuehren, dass das Pharynxkaliber negativ beeinflusst wird. Es gibt viele Faelle von Patienten mit leichtem Schnarchen oder nicht schwerwiegender Rhonchopathie, in denen dieses Krankheitsbild nur wegen der nicht adaequaten Lagepostion auftaucht, dies beweist die Wichtigkeit der naechtlichen Lage des Patienten. In diesen Faellen ist es das Ziel, zu erreichen, dass sie eben nicht diese Positionen favorisieren, weil sie zu Rhonchopathie und letzendlich zu SAHS fuehren koennen. Apnoe findet leichter in Rueckenlage statt, als in Seiten- oder Bauchlage. Es sollte die seitliche (auf der Seite liegen) oder die Bauchpostion (Mund nach vorne unten gelegen) eingenommen werden. Die ideale Position,, waere es mit dem Mund nach vorne unten (Bauchlage) zu schlafen, den Kopf ueber den Arm liegend, so dass die Mandibula, die Zunge und das Velum des Paladus nach vorne geneigt werden und so die OA frei machen. In der Praxis ist diese Position waehrend der Nacht unbequem, deshalb raten die Experten zur Seitenlage, die besser toleriert wird. Um die Postionsgewohnheiten in den Patienten zu modifizieren, wurden vielfache Tricks entwickelt, vom einfachen Ball in den Ruecken legen (snoring ball) bis moderne elektronische Systeme, die leichte Stromimpulse provozieren und so den Patienten zwingen seine Position beim Schnarchen zu wechseln. Diese “antisupinalen” Methoden heilen in keinem Fall das Schnarchen, sondern wecken den Patienten nur und stoeren wiederum den Schlafvorgang. Eine neuere Erfindung ist eine Jacke, in deren Rueckenfutter ein zylindrisches Schaumstoffobjekt eingearbeitet ist.
Gebrauch von Nasen Dilatatoren
Die Benutzung von Nasendilatatoren als Behandlung des SAHS hat unterschiedliche Unterstuetzung in der medizinischen Literatur gefunden. Die nasale Verengung erschwert die Atmung, die dazu neigt oral zu sein und so wieder die Tendenz zum Pharynxkollaps gesteigert wird. Die Verringerung des Widerstands auf Nasenniveau mit Dilatatoren, kann bei leichten Schnarchern, Heuschnupfen, oder Erkaeltungen zu Besserung fuehren, auch wenn die Nasendilatation als Preventionsmassnahme zur Apnoe keinen wissenschaftlichen Halt findet. Die Nasendilatatoren sind Geraete, die die Nase erweitern und dabei die nasale Atmung verbessern, sie koennen extern oder intern eingesetzt werden. Auch wenn ihre Funktion fuer leichtes Schnarchen moeglich ist, ist keine Effizienz in SAHS-Faellen nachweisbar.
Intraorale Schienen
Die American Academy of Dental Sleep Medecine (AADSM) definiert die intraoralen Apparate als Vorrichtunge, die in den Mund eingefuehrt werden und so die Position der Mandibula, der Zunge oder andere Strukturen, die die OA unterstuetzen und das Schnarchen und/oder SAHS behandeln. Waehrend Jahren von Studien und klinischen Experimenten sind sie zur Zeit eine effiziente Alternative fuer die Behandlung der Atemstoerungen des Schlafs, mit Erfolgslevels, die vergleichbar sind mit den CPAP-Masken. Von Zahnaerzten entwickelt und angewendet gibt es auf dem Markt mehr als 300 patentierte Modelle mit unterschiedlichem Grad an Effizienz. Der letzte Bericht von der GES (spanische Gesellschaft fuer Schlaf) definiert den Gebrauch der intraoralen Behandlung so:
“Die Vorrichtungen des mandibulaeren Vorschubs erhoehen den Raum in den OA und bilden so eine Alternative in der Behandlung von SAHS, generell fuer nicht schwerwiegende Faelle und auch in Patienten, die die CPAP-Behandlung nicht tolerieren oder verwerfen. Die besten Resultate werden mit Geraeten des mandibulaeren Vorschubs erreicht, die ein palatines Fortschreiten des Vorschubs erlauben. Es ist notwendig, dass die Vorrichtungen klinisch eindeutig, geplant, angeordnet und angepasst werden von Zahnaerzten mit hinreichender spezifischer Ausbildung und in Verbindung mit den klinischen Zustaendigkeitsbereichen der Schlaftherapie”.
Die Verallgemeinerung des Vorrichtungsgebrauchs begann in den 80er Jahren als Alternative zum CPAP-Monopol. Dabei bot sie den Patienten eine neue Stroemung der Therapie an, die die Nachteile der irreversiblen und invasiven Chirurgie und die Stoerungen und schlecht angenommenen Anpassungen an die Atemwegsueberdruckmaschinen (CPAP) ersetzt. Die oralen Schienen zeigen eine geeignete Form der Behandlung des Schnarchens und der Schlafapnoe mit bewiesenen Vorteilen gegenueber anderen Behandlungsmethoden oder als Ergaenzung zu anderen Alternativen. Die funktionale Mechanik der intraoralen Apparate ist es, die Anatomie der OA anzupassen und der Verschluss dieser selbigen waehrend des Schlafs zu verhindern. Seine Funktion wird zusammengefasst in einen Vorschub der inferioren Maxilla und Erweiterung des oropharyngischen Raums waehrend des Schlafs. Die Mundschiene sollte von qualifiziertem zahnmedizinischen Personal angebracht werden, die auch Erfahrung in der allgemeinen gesundheitlichen Behandlung und der ATM haben. Die Wahl der intraoralen Vorrichtung als erste Option fuer die Behandlung des SAHS-Patienten beruht auf seiner Unbedenklichkeit, Sicherheit, leichten Handhabung, der reversiblen Moeglichkeit und die guenstige Akkzeptanz auf Seiten des Patienten gegenueber dem voluminoesen Mechanismus, der zur CPAP gehoert.
Pharmakologische Behandlungen
Die pharmakologische Heilung des SAHS ist immer noch medizinische Utopie. Waehrend man mehr als hunderte von Proben versucht hat, zeigen alle die gleichen ernuechternden Ergebnisse bei der Behandlung von Rhonchopathie und SAHS. Es gibt auf dem Markt kein Pharmazeutikum mit bewiesener Effizienz, um das Problem zu loesen und sich als alternatives Therapeutikum zu verteidigen. Die am haeufigsten gebrauchten pharmakologischen Mittel sind das Medroxiprogesteron und tricyklische Antidepressiva wie Protriptylin. Das geringere Vorkommen des SAHS in Frauen wird in Verbindung gesetzt mit der Progesteron-Wirkung, die die Frau in ihren fruchtbaren Jahren absichert. Der Anstieg der Krankheit in den Frauen in den Wechseljahren koennte mit dem Abstieg der Konzentrationen der Sexualhormone erklaert werden. Die exogene Verabreichung von Medroxiprogesteron verringert den AHI, da er wie ein Atemstimulus agiert und die Sauerstoffversorgung verbessern kann. Es wurden fuer das SAHS Pharmazeutika verwendet wie Methylxantine, die Ergaenzungen der Oestrogene oder das Progesteron, mit unterschiedlichen Ergebnissen und diversen Nebenwirkungen. Die klinische Praxis raet nicht zu ihrem Gebrauch aufgrund des fehlenden Nutzens auf lang Zeit hin. Auch wurde das Protriptylin verwendet, ein trizyklisches nicht sedatives Antidepressivum. Der Mechanismus des Protriptylins beguenstigt die Unterdrueckung des REM-Schlafs, aufgrund der Hemmung der Wiederaufnahme der Monoamine, des Serotonins und des Noradrenalins. Sein Gebrauch hat leichte Besserung des AHI aufgezeigt in Patienten mit vorwiegenden respiratorischen Ereignissen in der REM-Phase. Obwohl Protriptylin eine gewisse Verbesserung des AHI herbeifuehren und teilweise der O2-Entsaettigung entgegenwirken kann, waren die letzten darueber veroeffentlichen Studien in den 80er Jahren und es hat keine neueren Bewertungen ueber seine Effekte auf das SAHS gegeben, deshalb wird es zur Zeit nicht als primaere Behandlungsmethode empfohlen. Ein anderes meist studiertes Pharmazeutikum ist das Modafynil gewesen, ein Stimulant des zentral-nervoesen Systems, welches das Stadium des Wachzustandes in Patienten mit exzessiver Somnolenz (Hypersomnia) und damit verbundenen Schlafstoerungen verbessert und angewendet wird bei Schichtdiensten, obstruktiver Apnoe und Narkolepsie.
Obwohl die Hemmung der Aufnahme von Serotonin bewiesen hat, dass eine Verringerung des AHI waehrend der NREM-Phase erreicht wird, wurde ihre allgemeinde Effizienz als Behandlungmethode fuer das SAHS nicht erlaeutert, und es kann sogar die Symptome verschlimmern mit einem Nebeneffekt, wie z.B. Gewichtszunahme. Die oertlichen nasalen Kortikoide koennen den AHI in SAHS- und Heuschnupfenpatienten verbessern, und koennen deshalb ein zusaetzliches Mittel zu den ueblichen Therapien des SAHS sein. Es existieren auch Proben mit Nikotin, als Atemstimulus jedoch verworfen, da es uebermaessige Nebenwirkungen auffweist, das Almitrin ist ein zentraler Stimulus der Atmung oder auch das Strichnin, all diese mit negativen Resultaten.
Im Jahre 2006 zeigten Smith et al. in einer Studie von 394 Teilnehmern die Effektivitaet von 21 vorgeschlagenen Pharmaka fuer die Behandlung des SAHS. Diese pharmakologischen Proben beinhalteten eine Gruppe von auf dem Markt betriebenen Pharmaka, um den Schweregrad der Krankheit zu reduzieren, mit unterschiedlichem Erfolg: Der Anstieg des dilatatorischen Muskeltonus der OA, Anstieg des ventilatorischen Mechanismus, Reduzierung der Proportion des REM-Schlafs, Anstieg des cholinergen Tonus waehrend des Schlafs, Reduzierung des Widerstandes der OA und eine Reduzierung der Spannund in diesem Teil. Obwohl einige Medikamente punktuelle Verminderungen des AHI erreichten und die Somnolenz ueber Tage verbesserten, waren die auf lange Zeit gewuenschte Effekte nicht ausreichend. Die Autoren schlussfolgerten, das keine genuegenden Garantien bestehen, um den Gebrauch pharmakologischer Therapie bei SAHS-Behandlung zu empfehlen, und diese Tendenz ist die, die auch gegenwaertig in der klinischen Praxis bestehen bleibt.
CPAP
Die Einfuehrung der kontinuierlichen Atemwegsueberdruckmaschine (CPAP-continuous positive air pressure) durch Sullivan im Bereich der SAHS-Therapie, repraesentierte die signifikanteste Neuerung in Bezug auf fortgeschrittene Therapien der Krankheit. Bis zur Behandlung durch Ueberdruck, war die Tracheotomie die einzige effiziente Methode, die den symptomatischen Patienten geboten wurde.
Das Pharynxkaliber haengt ab vom Gleichgewicht zwischen den Kraeften, die die Waende zum kollabieren bringen (inspiratorischer Unterdruck) und denen, die sie offen halten (dilatatorische Muskeln). Waehrend des Schlafs verringert sich der pharyngeale Muskeltonus, was einem Kollaps vorangehen wuerde. Diese Fehlanpassung der Kraefte gebrauchend, entwickelte Sullivan 1981 einen Mechanismus diese Dekompensation, die in SAHS-Personen waehrend des Schlafs vorliegt, zu beheben. Der negative Saugdruck fuehrte zum Verschluss der OA, den positiven Druck ausuebend wurde dieser Verschluss und die Okklusion vermieden. Dies ist der Ursprung der CPAP (continuous positive airway pressure), die aus einem Mechanismus besteht, welches einen Luftstromfluss produziert, der ueber eine Maske eingefloesst wird. Der Ueberdruck der Luft verhindert die partialen obsturktiven Geschehnisse, Hypopnoe (Atemluftbehinderungen) und die Apnoen, so dass systematische Schaeden, die diese Unterbrechungseinheiten von Hypoxemie-Reoxigenation und Hyperkapnie-Normokapnie provozieren vermieden werden.
Die respiratorischen Anspannungen verschwinden und mit ihnen die assoziierten Mikroerweckungen, die den Schlaf untrbrachen. Die Behandlung arbeitet von zwei Seiten , die Eliminierung der respiratorischen Pausen mit der ihr folgenden Fehlanpassung in der O2-Saettigung und die Wiedererlangung des normalen Schlafs, ohne Arousals, um so wieder die Schlafqualitaet der Patienten zu gewaehrleisten. Der Apparat besteht aus einem Kompresser, der atmosphaerische Luft mit einem adaequaten Druck einfuehrt und vorher ueber eine Maske an den Patienten angepasst wurde. Das Druckniveau sollte individuell jedem Patienten angepasst werden, um den Erfolg der Behandlung zu erlangen, welches durch Verschwinden der Apnoe/Hypopnoe, Eliminierung des Schnarchens und der Normalisierung der arteriellen O2-Saettigung und des Schlafs erreicht wird. Die Maske sollte jede Nacht angebracht werden und auf unbestimmte Zeit. Die CPAP-Behandlung ist nicht bequem und das Auftauchen von Nebeneffekten ist ueblich in den ersten Wochen des Gebrauchs. Es gibt Variationen der Drucksysteme, aehnliche Systeme zum CPAP, aber die keinen kontinuierlichen Druckstrom ausueben, sondern dessen Druck zwischen Inspiration und Expiration variiert. Es handelt sich auch um einen Ueberdruckapparat, der ueber eine Maske dem Patienten eine bestimmten Luftdruck der Inspiration verabreicht und einen anderen mit unterschiedlicher Intensitaet (ueblicherweise weniger) in der Expiration (AutoCPAP).
Chirurgische Behandlung
Das Ziel dieser chirurgischen Loesungen ist die Oeffnung der OB wiederherzustellen, so dass der Luftsrom wieder ausreichend und regelmaessig ist. Verwendung findet dieses im Prinzip bei anatomischen Fehlformationen statt, in denen, nach eingehender Untersuchung, festgestellt wird, dass sie der Grund des Verschlusses sind und eben durch diesen chirurgischen Eingriff korregiert werden koennen. Ueber die Chirurgie wird die Morphologie der OA angepasst und seine Tendenz zu kollabieren korregiert. Diese Prozedere sind wirksam, wenn maxillofaciale anatomische Anomalien vorliegen, die direkt die Permeabilitaet der OA beeinflussen und die durch Modifikation der entsprechenden Gebiete korregiert werden koennen. Das prinzipielle Problem der chirurgischen Behandlung liegt in der vorherigen Lokalisation der Zone, die der Grund der Obstruktion ist. Einmal das Gebiet festgelegt, kann man es chirurgisch behandeln. Der Erfolg des chirurgischen Eingriffs ist bedingungslos mit einer praezisen topografischen Diagnose verknuepft. Zur Zeit erleichtert das detaillierte Wissen der Eigentuemlichkeiten der Krankheit den Ort des Verschlusses in den pharyngealen Regionen exakt zu entdecken. So wird der chirurgische Eingriff erleichtert, der die moeglichen Veraenderungen in den OA korrigiert, so dass der negative Einfluss auf die Permeabilitaet vermieden wird. Dank der technischen Entwicklung in der Forschung und Diagnostik, erlaubt das Wissen ueber das physiopathogene Verhalten des SAHS die Behinderung an seinem Entstehungsort leicht zu lokalisieren und zu korregieren.
Evolution der chirurgischen Behandlung
Die Heilung des Schnarchens mittels der Chirurgie wurde schon im 18.Jhrd. in den damaligen Publikationen festgesetzt. 1772 beschrieb Morand die erste chirurgische Loesung fuer die Behandlung des Schnarchens mittels der Resektion der Uvula. Seit der Pioneerarbeiten Morands gibt es diverse Techniken um chirurgisch die Probleme der Rhonchopathie zu loesen. 1828 entwickelte Matthews ein Instrument zur Entfernung der Uvula und der Amygdala. 1964 erfand Ikematsu eine chirurgische Technik, die sich Palatektomie nennt. 1977 beschrieb eine von Quesada veroeffentlichte Studie eine Technik, die einen 50%igen Erfolg bei der Apnoebehandlung und eine 100%ige gegen das Schnarchen aufweisen konnte und die darin bestand teilweise den weichen Gaumen zu entfernen. 1981 passte Fujita die von Ikematsu entwickelte Technik fuer Schnarchen an das SAHS an und vollzog somit das erste mal eine Uvulopalatopharyngeoplasie (UPPP) und bewies seine Effektivitaet in der SAHS-Behandlung. Zunaechst in den Sekundaerprozessen bezueglich des Oropharyngealverschlusses erreicht er einige guenstige Resultate einer Reduktion von 50% der Apnoe, von 76% der Somnolenz und von 94% in der Verminderung des Schnarchens. 1990 behandelte Kamami die chronische Rhonchopatie mit CO2 Laser und Lokalanaesthesie, und er fuehrte damit zum ersten Mal eine Uvulopalatoplastie durch, in welcher man einen Teil der Uvula sektioniert und einen Teil des Gaumengewebes, ohne die Amygdala oder Gewebe der Seitenwaende des Pharynx zu entfernen. Das Schnarchen, das von der Vibration der weichen Gaumenteile herruehrt, wird durch die Reduktion der Uvula und des Paladus reduziert. Die chirurgischen Prozedere koennen eingeteilt werden nach dem Aktionsziel: gemaessigte reduzierende Chirugie, welche nasale, pharyngeale, linguale und ausweitende Chirurgie beinhaltet, letztere fuehrt zu einer Erweiterung des hinteren Luftraums, wie die maxillofaziale Chirurgie.
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