Behandlung von Schlafapnoe

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fuer Schlafstoerungen

Die Schlafmedizin

Den Schlaf verstehen, seine Prozesse und Funktionen, ist das Rueckgrat der Schlafmedizin, multidisziplinaerer Ast, welcher Beteiligungen von so diversen medizinischen Spezialrichtungen versammelt wie die Psychiatrie, die Odontologie, die Paediatrie und die Hals-Nasenmedizin. Die Schlafmedizin umfasst all das, was das menschliche Verhalten waehrend des Schlafs anbelangt, im Gegensatz zum Eigenverhalten des Wachzustandes.

Die Schlafmedizin ist relativ jung. Als gueltige Disziplin kam sie zu den Anfaengen des 20. Jhrds auf, konkreter in den 30ern, markiert durch eine progressive technologische Entwicklung, die eine objektivere Annaeherung zum Studium des Schlafs erlaubte, entfernt von den ersten philosophischen Konzepten. Aber das wissenschaftliche Interesse am Schlaf ist nicht wirklich eine Neuheit in der medizinischen Historie und die Beziehung zwischen dem Schlaf und der Gesundheit war bereits in der Antike bekannt. Die ersten Arbeiten wurden im alten Griechenland erhoben und selbst Aristoteles widmete dem Phaenomen Schlaf diverse Schriften in seiner Abhandlung Parva Naturalia ¨Vom Schlaf und Vom Wachen¨, Vom Schlaf¨und „Ueber die Weissagungen waehrend des schlafens“. In den romanischen Tempeln, die zu Ehren Aeskulaps errichtet wurden, kannte man die ersten schlaftherapeutischen Kammern.
Einige Autoren haben herausgefunden, dass in diesen Kammern medizinische Praktika realisiert wurden, die von der Interpretation des Schlafs, ueber Traumtherapie bis zur Evaluation der Schlafqualitaet, als Werkzeug fuer die Pathologiediagnostik alles mit einbezogen. Der Aeskulapkult wurde, im Kontext der priesterlichen grieschichen Medizin, im „Inkubationsprozess“ begruendet, welcher aus einem therapeutischen Schlaf bestand, induziert in einem fuer diesen Zweck vorgesehenen Saal. Die Patienten traeumten, das Aeskulap erschien und das Boese vertrieb; als sie aufwachten, fuehlten sie sich kuriert. Koennten wir uns auf die ersten Schlafmedizinischen Einrichtungen beziehen?
 

Die geschichtlichen Referenzen ueber die Existenz Aeskulaps sind divers und es mischen sich in ihnen Realitaet und Fiktion. Im IV. Jhrdt. v. Chr. hatte sich der Kult des grieschichen Therapeutengottes Aeskulap (Asclepio) ueber ganz Griechenland ausgebreitet. In seiner Hauptweihestaette, gelegen in der Stadt Epidaurus, und in den anderen juengeren Tempeln, die ihm gewidmet waren, fuehrte man die Praxis der Schlafinkubation durch, das heisst, die Person schlief im Tempel in der Hoffnung, dass Aeskulap ihn waehrend des Schlafs gesundet beziehungsweise ihm enthuellt, was er zu tun haette um von seiner Krankheit loszukommen.

Erst am Ende des 19. Jhrdts. wurde ein quantitativer Sprung in der Erforschung des menschlichen Schlafs gemacht. Der Denkansatz inszenierte einen substanziellen Umschwung ab dem Jahre 1875, Richard Caton entdeckte die hirnelektrische Aktivitaet und erlaubte zu zeigen, dass der Schlaf aus einem neurologisch aktiven Stadium bestand, eine Sichtweise, die zu dieser Zeit sehr diskutiert wurde. Die neueren Studien aenderten radikal die veralteten Konzepte des Schlafs als passives Phaenomen ohne funkionelle Relevanz und man begann unsere moderne Vision des Schlafverstaendnisses als aktiven und notwendigen Prozess anzunehmen.

Die fortschrittlichen Technologien, die auf die Erforschung des Schlafs angewandt wurden, etablierten die Schlafmedizin als gueltige Disziplin ab den 30er Jahren, dank der Anwendung neuer Erkenntnisse ueber die elektrische Aktivitaet des Gehirns und der Generalisierung der registrierten Techniken. 1929 veroeffentlichte der Psychiater und Neurologe Hans Berger die erste Forschungsarbeit ueber Registrierungen von Schwingungen der elektrischen Aktivitaet des Gehirns ueber das Elektroenzephalographen (EEG). Berger hielt fest, dass die elektroenzephalographischen Registrierungen waehrend des Schlafs unterschiedliche Ergebnisse zu denen des Wachzustandes aufschrieben. In diesen Pionierstudien fand man 2 Typen von gut definierten und unterscheidbaren Wellen, die man als Alpha- und Betarhythmen bezeichnete. Die rhythmischen Schwingungen der zerebralen Aktivitaet reflektierten ein unterschiedliches neurophysiologisches Stadium, das bereits Berger in seinen ersten Annaeherungen zeigte. Waehrend der Ruhephase oder dem Schlaf registrierte man ueberwiegend Alphawellen, waehrend die Betawellen besonders waehrend des Wachzustandes auftauchten. Jahre spaeter, wurden die Entdeckungen der elektroenzephalographischen Registrierungspalette mit Theta- und Deltawellen vervollstaendigt. Spaeter, im Jahre 1937, Dank der Funde von Loomis und seinen Mitarbeitern, wurde die Beziehung zwischen den Veraenderungen im EEG und den verschiedenen Schlafetappen, den vier Typen von zerebralen Wellen, die verknuepft sind mit den verschiedenen Stadien des Bewusstseins, bewiesen. 1950 beschrieben Aserinsky und Kleitman die Augenbewegungen und die Einteilung des Schlafs mit schnellen Augenbewegungen (REM-rapid eyes movement) und Augenbewegungen im Schlaf (NREM), die sie so in ein neurologisches Organogramm des Schlafs vervollstaendigte.

Die Studien der elektrischen Aktivitaet des Schlafs gaben Anlass fuer den Einsatz polysomographischer Techniken. In dieser Datenerfassung wurden, ausser der Evaluation von der enzephalographischen und elektrokardiographischen Aktivitaet, auch andere Faktoren aufgenommen, wie die Okularbewegungen und Bewegungen des Unterkiefers und die respiratorischen Zyklen. Diese Daten bilden zur Zeit die Grundlage fuer die Diagnose und weitere Verfolgung der Patienten mit Schlafstoerungen in der Schlafmedizin.

Schon in der roemisch-medizinischen Disziplin wurden gewisse Faktoren benutzt, die festlegten, ob der Koerper tot, bewusstlos oder im Schlafzustand ist, frei von poetischen Assoziationen. Ein gesunder Koerper kann bewusstlos werden, wobei er weiteratmen, zittern und schwitzen kann, dies gilt dennoch nicht fuer den schlafendn Koerper. Heutzutage sind die Faktoren, die den Koerper als lebend, bei Bewusstsein oder bei nicht Bewusstsein festlegen, der Puls und die elektrische zerebrale Aktivitaet.

Das Gesundheitssystem zaehlt die spezialisierten Einrichtungen in der Behandlung von Schlafstoerungen auf, in denen die Praxis der polysomnographischen Registrierung den groessten Teil der Aktivitaeten der Spezialisten repraesentiert. Diese Einrichtungen bilden die aktuellen Schlaflabore, die sich immer mehr und schneller auf unser Gesundheitssystem ausdehnen.

Die polysomnographische Studie ist ein kontinuierlich ueberwachter neurophysiologischer und respiratorischer Test des Schlaf-Wachzykluses, in welchem die elektroenzephalographische Aktivitaet registriert wird, aber auch Okularbewegungen, die Elektromyographie des Unterkiefers und dem inferioren Teilen die elektorkardiographische Aktivitaet, der Luftstrom, die O2-Saettigung, die Koerperposition, die Rumpf- und Abdominalbewegungen und die Praesenz von Schnarchen gemessen werden.

Die Wichtigkeit des Schlafs fuer die Gesundheit ist bis heute unstreitbar. Seine therapeutischen Ziele sind offensichtlich, und die breite Erforschung des Schlafs ist das wichtigste diagnostische Werkzeug. 1989 publizierten Meir H. Kryger und Mitarbeiter das erste Buch ueber Schlafmedizin „The Principles and Practice of Sleep Medicine“, in dem die Schlafmedizin als eine Fachrichtung mit weitreichendem Anspruch verteidigt wurde. Dieses wachsende Interesse der medizinischen Gemeinschaft wurde in die Institution „Schlafmedizin“ uebersetzt. Die multidisziplinaere Fachrichtung, dessen Epizentrum wir in die Neurologie setzen wuerden, gruppiert so weitreichende Disziplinen, wie der Neumologie, Odontologie, Paediatrie oder Psychiatrie. Sie wird als eine globale Disziplin angesehen, die all das, was das menschliche Verhalten waehrend des Schlafs anbelangt, sowie seine Mechanismen, die Pathologien und die Behandlungen reguliert.

Die Neuropsychologie des Schlafs und die Wechselwirkungen zwischen dem Schlaf und dem Rest des Organismussystems, wie dem respiratorischen und kardiovaskulaeren Systems, wurden zum konstanten Forschungsobjekt, mit Beitraegen aus verschiedenen klinischen Disziplinen, die zu einem spektakulaeren Hoehepunkt der Schlafmedizin in den letzten 50 Jahren fuehrten. Viele dieser Beteiligungen kommen aus dem zahnmedizinischen Bereich. Die Zahnaerzte spielen die wichtigste Rolle bei den Atemstoerungen des Schlafs. Zur Zeit wurden ueber 80 verschiedene Schlafstoerungen beschrieben und in einigen Faellen, wie der Schlafapnoe und dem Bruxismus, sind sie direkt verknuepft mit der zahnmedizinischen Praxis. Wegen dieser Wichtigkeit in der Diagnostik und der Behandlung vieler dieser Stoerungen, hat die Schlafmedizin heutzutage grosse Relevanz erlangen koennen, ein Sektor der Schlafmedizin, der effiziente Loesungstherapien vieler Schlafkrankheiten bietet, wie fuer den Bruxismus, das Apnoesyndrom und der chronischen Rhonchophatie durch den Gebrauch intraoraler Apparate.

Die zahnmedizinische Akademie der Schlafmedizin (Academy of Dental Sleep Medicine, ADSM), Autoritaet in der Welt, unterstuetzt die Behandlungen mit intraoralen Apparaten, um die OSA und das Schnarchen zu behandeln oder zu erleichtern, in den veroeffentlichten Empfehlungen der amerikanischen Akademie der Schlafmedizin in dem Magazin "SLEEP".

Aber was ist der Schlaf? Kennen wir das letzendliche Ziel dieses Phaenomens?Wir sind immer noch nicht in der Lage, diese Fragen zu beantworten, seine wirkliche Funktion konnte noch nicht aufgeklaert werden und sein Triebwerk ist immer noch weitlaeufiges Forschungsobjekt. Es ist ueberraschend, dass 2000 Jahre nach den ersten Annaeherungen die Experten immer noch nicht mit Sicherheit die endgueltige Funktion festlegen koennen, die der Schlaf hat und es gibt unvereinbare Theorien nebeneinander ueber die psychologische und physiologische Funktion.


 

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