Respiratorische Stoerungen des Schlafs sind sich wiederholende Ereignisse und deshalb auch staendige Ursache fuer gesundheitliche Probleme und oekonomische Folgen. Diese Auswirkungen auf Gesundheit und Lebensqualitaet der Patienten summieren sich aus der schlechten Schlafqualitaet, welche unzaehlige Unfallsituationen auf Strassen, in der Arbeitswelt und auch zu Hause hervorruft. Der Grund hierfuer ist, dass die Mehrheit dieser Stoerungen zu einer gravierenden Uebermuedung fuehren, die eine Fahrzeugfuehrung unmoeglich macht. Verkehrsunfaelle sind ein soziales und oekonomisches Problem ersten Ranges, aufgrund des menschlichen Leides und den oekonomischen Verlusten, die es generiert. Die offiziellen Zahlen sind kategorisch. Der letzte Bericht ueber die Sicherheit auf Strassen auf der Welt, veroeffentlicht von der OMS, bestaetigte die Prioritaet der Verkehrsunfaelle als ein oeffentliches Gesundheitsproblem, aufgrund der Krankheit selbst, der Sterbensrate, der sanitaeren Kosten und dem soziooekonomischen Einschlaf, das es mit sich bringt. 1.2 Millionen Personen sterben jedes Jahr auf den Strassen der ganzen Welt und zwischen 20 und 50 Millionen werden schwer verletzt. In allen Laendern erwartet man eine Steigerung der Anzahl der toedlichen Verkehrsunfaelle. Nach Berichten der OMS sind sie der vierthaeufigste Grund fuer Sterblichkeit global gesehen und sie werden auf Platz ein gesetzt bezueglich Maennern zwischen 15 und 24 Jahren. Jedem Todesopfer stehen 7 Schwerverletzte und 15 Leichtverletzte gegenueber.
Dieser Zahl muessen die exorbitanten oekonomischen Kosten, die durch Hospilatisation, Rehabilitation, sanitaere Hilfe, persoenliche Kosten, Arbeitsunfaehigeit, Entschaedigungen und Werkstattkosten entstehen, hinzugefuegt werden. In der europaeischen Union pendeln die Zahlen fuer aus Verkehrsunfaellen generierte Kosten zwischen 180.303 und 240.404 Millionen Euro, eine Zahl die 2% des gemeinschaftlichen BIP entspricht. In Spanien erreicht die Zahl, nach offiziellen Zahlen des Jahres 2005 14.000 Millionen Euro. Nach Expertenzahlen kostet jedem Spanier ein Unfall ca. 400 Euro, was 42 Millionen Euro am Tag waeren. Das grosse Aufkommen der Schlafapnoe und der hohe Prozentsatz an aus ihr resultierenden Unfaellen, laesst auf eine direkte Verbindung zu diesen Kosten schliessen. Der oekonomische Verlust, der durch das nicht behandelte SAS provoziert wird, wird por Jahr auf Millionenhoehe eingeschaetzt. Die Investition in Diagnostik und Behandlung wuerde sich aufgrund von enormen oekonomischen Kosteneinsparungen und der Rettung von Menschenleben rentabilieren.
Uebermuedung ist vergleichbar mit Alkohol- und Drogenkonsum und Fahrexzesse mit deren verheerenden Einfluss. Das Fehlen von Konzentration und Aufmerksamkeit am Steuer ist der zweithaeufigste Grund fuer Verkehrsunfaelle, die mehrheitlich in Verbindung gesetzt werden mit unzureichenden Ruhephasen. Die Statisiken zeigen, trotz Schwankungen, auf, dass das Unfallrisiko fuer Fahrer mit unzureichendem Schlaf 7 bis 13 mal hoeher ist, als die normalen Parameter. Unter Somnolenzeinfluss zu Fahren provoziert in Spanien por Jahr nahezu 40.000 Verkehrsunfaelle nach gesammelten Daten in Studien der SEPAR. Dies reflektiert, das 35% der Fahrer auf unseren Strassen zugeben unter Uebermuedungsbedingungen zu fahren. Es wird kalkuliert, das zwischen 25 und 30% der Verkehrsunfaelle, die auf menschlichem Versagen beruhen, zurueckzufuehren sind auf Fahrer, die am Steuer einschlafen, einer Tatsache, die gutachtlich unterstuetzt wird und die in vielen Faellen durch aufmerksame Manoever haetten verhindert werden koennen.
Schlaflosigkeit und Schlafapnoe sind Schlafstoerungen mit haeufiger Praevalenz und beide generieren exzessive Uebermuedung im symptomatischen Krankheitsbild. Der nicht regenerative Schlaf fuehrt zu Schlaefrigkeit und Muedigkeit, eine toedliche Kombination fuer Fahrer, die in bis zu alarmierenden 40% der Verkehrsunfaelle in unserem Land beteiligt sind. Von allen Schlafstoerungen ist die Schlafapnoe die toedlichste und gefaehrlichste am Steuer, aus gutem Grund. Patienten, die glauben gut geschlafen zu haben, sind sich nicht darueber bewusst, dass ihre Ruhephase mehrmals durch sukzessive Episoden von respiratorischen Pausen und Mikroerweckungen unterbrochen wurden und so die vermeintliche Rast unter wesentlichem Qualitaetsverlust leidet. Diese Personen klagen ueber enorme Schlaefrigkeit ueber Tag und unbegruendeter Muedigkeit nach einer als normal empfundenen Nacht voller Schlaf. Patienten mit Apnoe, mehrheitlich nicht diagnostiziert, stehen mit der Sicherheit auf, friedlich geschlafen zu haben. Trotzdem, das andauernde Schlafbeduerfniss und die Uebermuedung (als ob sie nicht geschlafen haetten) provozieren in ihnen wahrhafte Unsicherheit, weil sie keine Begruendung fuer diesen konstanten Zustand erkennen koennen. Zudem muessen weitere verheerende Konsequenzen hinzugefuegt werden, die auf fehlenden regenerativen Schlaf beruhen und so neuropsychologische Dysfunktionen, Defizite in der Arbeitsleistungsfaehigkeit, Verminderung der psychomotorischen Kapazitaet, Gedaechtnissverlust und Depression mit sich bringen. Dieses nicht darueber bewusst sein, ueber die eigene Krankheit ist eine weitere Belastung in Bezug auf die weiteren Schlafsstoerungen. Im Falle der allgemeinen Schlaflosigkeit und Narkolepsie sind sich die Personen wohl ueber die fehlenden Schlaf- und Raststunden und die damit verbundenen Propleme bewusst. Dieser Patiententyp konfrontiert die Somnolenz mit einer Anfaelligkeit, die sie in der Entwicklung ihrer taeglichen, professionellen, laboralen und persoenlichen Aktivitaet schuetzt. Sie koennen vorsichtiger und vorausschauender aggieren. Eine Person mit erheblicher Schlafsstoerung, kannn das Ausmass seiner Symptome quantifizieren und wird sich wohl ueberlegen, ob er sich ans Steuer setzen kann bzw. professionelle risikoreiche Aktivitaeten vollziehen kann, nach einer schlaflosen Nacht. Falls die Diagnose Narkolepsie lautet, ist es unwahrscheinlich den Fuehrerschein zu erlangen, gefaehrliche Arbeitspositionen zu vollziehen oder verantwortliche Stellen anzutreten, die darauf hindeuten sich selbst und andere in Gefahr zu bringen. Im Gegenteil, Personen mit relevanter, nicht diagnostizierter Apnoe, welche fast 90% sind, haben kein Bewusstsein darueber nicht geschlafen zu haben und das staendige Gefuehl von Schlafbeduerfniss fuehren sie faelschlicherweise auf Muedigkeit oder Faulheit zurueck und diese Patienten, ohne Diagnostik und ohne Behandlung sind viel anfaelliger dafuer sich auf gefaehrliche Situationen wie Arbeits- und Verkehrsunfaelle einzulassen.
Wissenschaftliche Studien ueber Schlafapnoe und Unfallhaeufigkeit
Studien ueber die Verbindung zwischen der Unfallrate und Schlafapnoe
wurden in den 80er Jahren erhoben. Diverse Artikel fingen an dies randstaendig in Fachzeitschriften die Relation zwischen SAHS und Unfallhaeufigkeit zu erwaehnen. Eine der konkretesten ist ein von Findley et al. veroeffentlichter Artikel, der eine erhoehte Unfallrate in der Gruppe von SAHS-Patienten aufweist. Nach mehr als 20 Jahren der Erforschung dieser Materie reflektieren die Daten, dass das Unfallrisiko fuer Apnoekranke 300% bis 400% groesser ist als bei Gesunden. Obwohl diese Studien schon seit mehr als einem Jahrzent das Verkehrsunfallrisiko in SAHS-Patienten bewiesen haben, ist der Schweregrad des Problems immer noch nicht ganz bewusst. Barbe et al. quantifizierte 1989 in einer Probe von 60 SAHS-Patienten und 60 kontrolliert Gesunden, verglichen nach Alter und Geschlecht, die Verkehrszwischenfaelle der letzten 3 Jahre. Patienten mit SAHS hatten mehr Unfaelle zu verzeichnen als die kontrollierten Personen, wobei sich auch die Moeglichkeit steigerte, dass sie mehr als nur einen Unfall erlitten haetten. Zugleich zeigten sie mehr Muedigkeits-, Angst- und Depressionszustaende auf als die gesunden Personen und sie demonstrierten einen niedrigeren Wachschwellenwert waehren der Fahrt. Terán-Santos et al. selektionierten 102 Unfallfahrer, die in der Notfallaufnahme von Burgos und Santander behandelt wurden. Das Stichprobenverfahren kreuzte man mit zufaellig ausgewaehlten Kontrollgruppen in Krankenhaeusern der gleichen Staedte. Die Ergebnisse waren folgende: es existiert eine starke Verbindung zwischen der Schlafapnoe, gemessen mit dem Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI ≥10), und dem Risiko einen Verkehrsunfall zu erleiden. Diese Beziehung blieb bestehen, nachdem man potentielle Stoerfaktoren wie Alkoholkonsum, visuelle Defizite, BMI, Fahrpraxis, Alter, Unfallvergangenheit und Medikamentengebrauch hinzufuegte. Angesichts dieser Informationen ist das SAHS ein groesserer Risikofaktor als andere klassische Komplikationen, die mit Unfaellen einhergehen, wie z.B. visuelle oder auditive Defekte, kardiovaskulaere Krankheiten, Rheuma, Diabetes, neurologische Krankheiten, Alkoholismus, Drogenkomsum oder mentale Schaeden. Alkoholkonsum und Schlafapnoe erklaeren als Ausloeser den groessten Teil der Unfaelle, die durch menschliches versagen geschehen. Die schlechte Schlafqualitaet steht hinter Veraenderungen der Fahrweise, Irritationen, kognitive Stoerungen, Verminderung der motorischen Funktion und Reduktion der sensorischen Kapazitaeten und aus ihr resultiert direkt eine Verminderung des Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitsvermoegen. All diese Kofaktoren beeinflussen die Aktivitaeten, die volle Kapazitaet in der taeglichen Fahrleistung erfordern. Laut der spanischen Verkehrsbehoerde stehen 20% der Unfaelle mit Somnolenz, im Vergleich zu Alkohol oder Geschwindigkeitsexzesssen, direkt in Verbindung mit der Unfallrate.
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